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Sommerzeit - Radiozeit: Die Sommerprogramme der Kulturradios

Sommerzeit ist Festivalzeit: Wenn die "klassischen" Kulturhäuser ihre Pforten geschlossen haben und in die Sommerferien gegangen sind, erfreut sich das Publikum an einer schier unübersehbaren Zahl von Festspielen und Festivals. Ganz gleich ob man eher das Gediegene wie in Bayreuth, das Ungezwungen wie beim Schleswig-Holstein-Musikfestival oder das besondere Erlebnis wie beim Theaterfestival in Avignon sucht: für jeden ist etwas dabei. Aber auch wer nicht verreisen kann oder will, braucht auf die Festivalatmosphäre nicht zu verzichten: Einige der deutschen Kulturradios bieten ihren Hörerinnen und Hörern in den Sommermonaten ein besonderes Programm mit Live-Übertragungen, Highlights aus den Archiven und vielen interessanten neuen Produktionen. Wir stellen Ihnen in den nächsten Wochen diese Radio-Festivals vor. Den Auftakt macht der Radio-Kultursommer in hr 2.

Teil 1: Radio-Kultursommer in hr 2

Seit vielen Jahren gibt es ihn schon: den Radio-Kultursommer in hr 2. Auch in diesem Jahr können viele Sommerabende in Festivalstimmung verbracht werden..

Auf die Freunde klassischer Musik warten täglich in der Regel nach 20 Uhr Live-Übertragungen und Mitschnitte von deutschen und europäischen Musikfestspielen. Den Auftakt macht am 7. Juli ein Besuch beim Grazer "Styriarte", wo Nikolaus Harnoncourt das Chamber Orchestra of Europe dirigiert. Danach folgen Live-Übertragungen und Mitschnitte aus Weilburg, Bad Arolsen, Kopenhagen, Schloss Johannisburg und anderen Konzertorten. Höhepunkte dieser Festivalreihe sind die Live-Übertragungen der Neuinszenierung von Wagners 'Ring' aus Bayreuth ab 26. Juli, von Bachs "h-Moll-Messe" aus der Leipziger Thomaskirche am 28. Juli, dem 250 Todestag des Komponisten, und des Eröffnungskonzertes der Londoner "Proms" mit dem Piansiten Jewgenij Kissin und dem BBC Symphony Orchestra unter Andrew Davis am 31. Juli.

Ein besonderer musikalischer Schwerpunkt steht unter dem Titel "Apropos Bach" und steht wochentags von 18.30 bis 19.30 Uhr auf dem Programm. Die bekannten "Apropos"-Sendungen sind in diesem Jahr ganz dem berühmten Thomaskantor gewidmet. Jeweils am Montag und am Freitag wird unter dem Motto "Bach und..." musikalischen Wahlverwandtschaften nachgegangen, dienstags sprechen prominente Bach-Interpreten über ihre Beziehungen zum Komponisten, mittwochs werden historische Bach-Aufnahmen vorgestellt und jeden Donnerstag wird ein spezielles Bach-Thema vertieft.

Den Hörspielfreunden bietet der hr in diesem Jahr einen Klassiker aus dem Jahr 1965: Thomas Manns "Buddenbrooks", die in sechs Teilen jeweils sonntags um 14.05 Uhr gesendet werden. Wer es noch etwas klassischer mag, dem seien die "Briefe der Mutter Goethe" empfohlen, die in der "Spätlese" montags bis freitags um 22.30 Uhr gelesen werden: Die lebhaften und witzigen Briefe werfen ein ganz neues Licht auf das Leben des weltberühmten Dichters. Die beliebte Krimisendung "Crimetime" steht im Zeichen des ebenso beliebten Autors  Michael Koser, dessen Hörspiel "Der letzte Detektiv" in neun Folgen gesendet wird.

Schließlich werden auch die Jazz-Fans ihre Entdeckungen machen können. Neben der "Jazzzeit", die das Publikum mit sommerlich leichten Jazzklängen in den Abend begleitet, wartet "Live Jazz" freitags um 22.30 Uhr mit Mitschnitten von internationalen Festivals auf. Ausschnitte aus internationalen Weltmusik-Festivals stehen immer donnertags ab 22.30 auf dem Programm.

Einzelheiten zu Sendeterminen und Inhalten entnehmen Sie bitte unserer Datenbank sowie den täglichen Hörtipps.

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