Aufnehmen und Archivieren von Radiosendungen

Besonders Hörspielfreunde kennen das Problem: Im Radio läuft eine gute Sendung, aber man kann nicht zu Hause sein, um sie zu hören. Doch deshalb muss man nicht auf den Hörgenuss verzichten. Unsere Tipps können Ihnen helfen:

  1. Viele Anlagen können für die Aufnahme programmiert werden. Aber auch wenn dies bei Ihrer Anlage nicht möglich sein sollte, können Sie sich mit einer Zeitschaltuhr (empfehlenswert sind digitale Uhren), die an Tuner und Kassettendeck angeschlossen wird, helfen. Achten Sie bei Audiokassetten auf die richtige Länge: 120 Minuten sollten es schon sein (Behauptungen, diese Bänder würden oft reissen, lassen sich in der Praxis nicht bestätigen); ein DAT (Digital Audio Tape) hat eine Kapazität von 120 bzw. 240 Minuten (dazu brauchen Sie aber einen entsprechenden Recorder).
  2. Empfangen Sie die Radioprogramme über Satellit, so können Sie die Hörfunkprogramme auf die gleiche Weise aufnehmen wie TV-Sendungen. Bei Antennen- oder Kabelempfang kann man viele Videorecorder mit einem AV-Kabel an die Stereoanlage anschließen.
Cassette

Für das Archivieren eignen sich verschiedene Datenträger, allen voran natürlich das Tonband. Es ist nach wie vor das physikalisch beständigste. Moderner ist natürlich der CD-Recorder, nicht zuletzt, weil er das Bindeglied zwischen Radiomitschnitt und Computerbearbeitung bzw. -archivierung bilden kann. Aber Vorsicht: 1 Stunde Hörspiel bspw. benötigt ca. 600 MB auf der Festplatte, passt aber andererseits auch auf eine CD-ROM.
Derart große Dateien müssen, um handhabbar zu sein, komprimiert werden. Hierzu eignet sich das Format
MP3: Unter Musikfreunden ist dieses Format heftig umstritten, da bei der Kompression Töne bestimmter Frequenzbereiche herausgefiltert werden - wer nur Wortbeiträge oder Hörspiele aufnimmt, braucht sich darüber keine Gedanken zu machen. MP3 erlaubt  es , Sounddateien über das Internet auszutauschen und diese auch auf speziellen externen Geräten (MP3-Player) abzuspielen.

Weitere Hinweise und nützliche Tipps in der Newsgroup de.comp.audio.

 

Radio, das bedeutet auch heute noch größtenteils Empfang über UKW (Ultrakurzwelle) im Frequenzbereich 87,5 bis 108 Mhz. Hier senden die öffentlich-rechtlichen Radio2Programme ebenso wie die vielen lokalen und regionalen Privatstationen. In den nächsten 10 bis 15 Jahren soll UKW jedoch durch digitale Plattformen ersetzt werden. Zwei konkurrierende Systeme stehen im Wettbewerb miteinander:

  • DAB (Digital Audio Broadcasting), das im Frequenzbereich III und im L-Band arbeitet. In einigen Bundesländern existieren Pilotprojekte (z.B. in Baden-Würtemberg). Ein DAB-Sender deckt ein kleineres Gebiet ab als ein UKW-Sender.
  • DVB-T, entwickelt zur digitalen Übertragung von Fernsehen und Radio sowie Zusatzdiensten.

Wegen der bei digitalen Abstrahlung zusätzlich möglichen Daten- und Informationssysteme richten die Entwickler ihr Hauptaugenmerk auf den Einsatz in Autoradios, der Heimbereich wird leider etwas vernachlässigt. Auch ist die Reichweite all dieser Sender  begrenzt, und das bedeutet für den Freund der kulturorientierten Programme, dass er nicht mehr Sender als über UKW empfangen kann. Der  Kabelanschluss bietet immerhin die Möglichkeit, durchschnittlich 7 Kulturprogramme empfangen zu können (also ca. ein Drittel der Programme in unserem Angebot).
Wer die ganze Breite des deutschsprachigen Kulturradios empfangen will, der muss auf Satellitenempfang ausweichen. Über
ADR (Astra Digital Radio) sind mittlerweile über 85 Programme, darunter die meisten der Kulturprogramme, zu empfangen, übertragen im MPEG1/Layer2-Modus. Die verschiedenen Satelliten bieten mit dem weltweit genutzten MPEG2/DVB-Modus einen weiteren Übertragungsstandard, mit dem neben den frei zugänglichen Programmen auch kostenpflichtige Angebote - zumeist Musik-Spartenprogramme -  übertragen werden, für deren Empfang ein Digitaldecoder notwendig ist. Hier empfiehlt sich, einen zukunftssicheren CICAM-Decoder zu verwenden, der alle Verschlüsselungsnormen verarbeiten kann.
Schließlich ist das Internet eine interessante Plattform für den Radioempfang (eine Datenbank  mit über 9000 im Netz vertretener Stationen hält das Massechusetts Institue of Technologie bereit:
http:wmbr.mit.edu/stations/list.html ): Nach Installation des  RealPlayer, dem am häufigsten verwendeten Plug-in, stehen hunderte von nationalen und internationelen Stationen zu Auswahl bereit. Noch mag das Radiohören am PC ungewöhnlich - und klanglich oft noch unausgreift - sein, doch dieser Empfangsweg bietet auch eine gute Möglichkeit, interessante Sendungen zu archivieren.

Radio empfangen

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de.rec.hoerspiel
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